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Die Taschengarderobe

Dass eine Taschendesignerin und -manufaktur keine Taschen zu Hause hat, kann ja wohl nicht sein. Ist auch nicht so. Sie hat jede Menge Taschen, Rucksäcke und Beutel in allen Formen und Größen. Sie ist ja auch ihr bester Produkt-tester und jede neue Taschenidee wird erst einmal sich selbst umgehängt.

Seit ewigen Zeiten gab es hinter der Tür meines Schlafzimmers ein Taschenlager. Dieses “Lager” war ein großer Haufen mit krambeuteln, Rucksäcken von früher und Stofftäschchen für andere Anlässe. Ein großer Haufen, ein SEHR großer Haufen. So groß, dass die Tür immer hinten gegen diesen Haufen stieß und manchmal nicht mehr richtig ganz aufging, wenn der Haufen platt in sich zusammengefallen und eher ein ungeschickter Taschen-Pfannkuchen war.

Es wurde Zeit zwei Dinge zu tun:
1 > Ausmisten des Haufens
2 > Bau einer Taschengarderobe

Punkt 1 war mit ein bisschen grr und brr und ach schade schnell erledigt, aber Punkt 2: Baumarkt: Holzleiste 150 x 6 x 2 cm. Ikea: 8 zweigeschossige Haken. Keller: weißer Lack.

Also: Leiste anschleifen, lackieren, Haken anschrauben, Löcher in die Leiste bohren, Löcher in die Wand bohren, Leiste an die Wand, ruckeln, hält, vielschichtig behängen, fertig!