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kauf lokal – jetzt erst recht!

So richtig leicht hat es zur Zeit niemand. Statt Schnee kommt Regen vom Himmel, statt Pläne für das Jahr zu machen bremsen wir uns selbst aus und versuchen, uns nicht allzu viele Hoffnungen auf schöne Reisen und Zeit mit Freunden zu machen und der Einzelhandel, der nach diesem komischen Geschäftsjahr 2020 gerne wieder losstarten würde, kann auch nur auf bessere Zeiten hoffen.  Das statistische Bundesamt hat zwar gemeldet, dass die Umsätze im Einzelhandel 2020 im Vergleich zu 2019 um gut 4 % gestiegen sind, aber das heißt noch lange nicht, dass alle Ladenbesitzer jetzt aufatmen, denn:

Das größte Umsatzplus mit real 31,8 % und nominal 33,1 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von real 15,4 %. Deutlich unter dem Vorjahresniveau waren dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit real -20,0 % und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -6,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

krambeutel hat vor allem in der ersten Jahreshälfte deutlich gemerkt, dass das Geld nicht ganz so locker sitzt, und dass potentielle Bestellungen mehrmals überdacht werden, bevor der „Kaufen“-Button geklickt wird. Und dabei kommt mir noch zu Gute, dass ich so gut wie nur online verkaufe.

online bestellen und abholen – in München

Auch 2021 werden Menschen älter und freuen sich über zwischendurch-Geschenke, die vielleicht keine Mund-und Nasenschutz-Masken sind. Auch wenn es mit mehr Aufwand verbunden ist, als im Versandhandel zu bestellen: kauft bei lokalen Händlern. Denn bei denen ist zur Zeit nichts los. Es gibt als Ladenbesitzer nichts Traurigeres, als inmitten vieler schöner Produkte zu sitzen, vielleicht zu sehen, wie sich die KundInnen die Nase am Schaufenster platt drücken, diese aber nicht herein lassen zu dürfen.

Im siebenmachen Galerieladen in Obergiesing – den ich vor sieben (acht?) Jahren mitgegründet habe, ist die krambeutel-Ecke voll mit frischen Beuteln, aber keiner kommt und kauft sie leer. Die Mädels von siebenmachen bieten aber an, online (z.b. über Instagram) zu bestellen und die Produkte dann im Laden abzuholen. Somit haben sowohl der Laden als auch die dort ausstellenden HandwerkerInnen und DesignerInnen wenigstens ein bisschen Umsatz. Wer z.B. ein Geburtstagsgeschenk sucht – siebenmachen ist dafür immer eine gute Adresse, auch jetzt, wo der Laden eigentlich geschlossen ist!

Auch meine Freundinnen von nauli and stories bieten click&collect an. Wer also lieber in die Maxvorstadt als nach Giesing fahren will – Eva und Johanna stehen zweimal pro Woche zur Übergabe von Onlinebestellungen bereit!

 

 

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