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Neues aus dem Beutelversum: Der Ballonbeutel

Ihr erinnert euch an die Ballonseide-Flut, die hier vor ein paar Wochen herrschte?

Die ersten Schritte zur Zähmung des Seide-Monsters sind eingeleitet. Das Material ist wunderbar dünn, sehr stabil und hat eine schöne Wabenstruktur. Diese positiven Eigenschaften wollte ich ausnutzen und vielleicht gleichzeitig einen kleinen Schritt zum Abbau des Stofflagers tun.

So entstand ein Matchsack. Kennt ihr den noch, aus den 90ern? Damals waren das große, steife Trichter, an deren Boden sich alte Pausenbrote und stinkende Socken tümmelten. Mein Ballonbeutel ist ein einfacher, weicher, bis zum Boden erreichbarer Matchsack, der seine Tauglichkeit in sportlichem Einsatz beweisen werden muss.

Mit einem Boden aus dickem rotem Leder, einer Lage bunter Baumwolle in den kommenden Frühlingsfarben (sagte das Trendorakel) und einer Lage Ballonseide. Geschnürt wird der Beutel mit einer stinknormalen Kordel, umgeschnallt dank des unerschöpflichen Gurtband-Vorrates im Hause krambeutel.

Die Seide ist nicht ganz so durchsichtig wie gedacht, beim nächsten Versuch werde ich einen Unterstoff mit mehr schwarz/weiß-Kontrasten verwenden, und vielleicht längs einen Reißverschluss einarbeiten, um noch besser an die unteren Schichten im Beutel ranzukommen.

Durchmesser des Bodens ist 28 cm, die Höhe des Beutels 45 cm.
Der Beutel hat ein Innenfach.