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Neues aus dem Beutelversum: keine Tasche, sondern heute mal was mit Text

Heute habe ich keine Tasche parat, also keine fertige, vorzeigbare. Ich arbeite an einer großen, umfangreichen Ledertasche, die ist so übernächste Woche dran, hier gezeigt zu werden. Außerdem nähe ich an einem großen Projekt, das schon länger liegt (im Kopf) und jetzt in den letzten Tagen im Entstehen ist. Es handelt sich um nichts beuteliges, sondern um etwas plattes, flauschiges. Eine Patchworkdecke aus knapp 200 Dreiecken, die ein 2012er schwesterliches Geburtstagsgeschenk war. Und auch demnächst fertig ist. Zu sehen wir diese Decke auf meine privaten Blog stefanieundpaul sein. Dann. Bald.

Jetzt mal hier zum Beutelversum.
Vor Wochen schon hat mich eine Journalistin samt Fotograf in meiner Werkstatt besucht. Das halbe Zimmer wurde umgeschoben, ich mitsamt vieler vieler krambeutel drapiert und gefühlte tausendmal geknipst. In allen erdenklichen Lächel-Stadien.

Die beiden kamen von der Lokalredaktion von Bild München, und angekündigt war eine Seite in der Zeitung, auf der verschiedene “Made in München“-Menschen vorgestellt werden sollten. Aber dann kam nichts. Und kam nichts. Bis ich dann gestern auf bild.de einen kleinen Artikel von Sonntag entdeckt habe, in dem fünf Münchner Selbermacher stichpunktartig vorgestellt wurden. krambeutel ist ein Projekt von den fünfen und reiht sich zwischen Schuhmacherin und Mountainbike-Bauer. Ist schon toll. Ja! Wieder ein Schritt weiter im langen Vernetzungs-Prozess. Denn in viel mehr Wohnungen als man denkt, in viel kälteren Garagen als man sich vorstellen kann, unter viel engeren Hausdächern als man jemals besucht hat, arbeiten in dieser Stadt kreative Menschen vor sich hin. Diese Menschen zu finden, zu zeigen was sie machen und sie zu vernetzen ist eine große Mission. Mit dem sieben machen Atelierladen versuchen wir einen ersten Schritt zu einer großen Gemeinschaft zu tun. Schaut mal dort vorbei!

(Ob dieser Bild-Artikel jemals in einer Zeitung erschienen ist, oder ob es “bloß” bei den paar Zeilen im Internet geblieben ist, ist bisher noch nicht rauszufinden gewesen. Falls sich jemals etwas gedrucktes aus dieser Quelle auftun wird: I’ll tell you!)

 

(Bilder: Screenshots von bild.de / Theo Klein)