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Nie mehr ohne Hütte – Tutzinger Weihnachtsmarkt

Als Besucher finde ich es immer ganz gemütlich. Ein bisschen schlendern, Stände angucken, einen Punsch trinken, wieder gucken, aufs warme Bett zu Hause freuen.

Als Aussteller träumt man sich in die Besucher-Welt. Samstag Nacht zurück aus Berlin, Sonntag früh, mit Schneeflöckchengewirbel, Auto gepackt, raus an den See.

krambeutels zweiter Open Air-Weihnachtsmarkt (der erste war Gott sei Dank mit zahlreichen Feuertonnen ausgestattet), letzten Sonntag, in Tutzing am Starnberger See. Mit Hütte. Die zwei Straßen ums Tutzinger Rathaus, vollgestellt mit Holzhütten, von den Hütten-Mietern geschmückt mit Zweigerln und Lichtern. krambeutel: Strom vergessen. Klar. Aber Tutzinger Weihnachtsmarktherren wären keine Tutzinger Herren, könnten sie nicht mit einem kleinen “Mei, Madl” ein Verlängerungskabel aus dem Hut zaubern. Doch eins kann dieses Kabel auch nicht: Warm machen. In der Hütte zog es trotz Planenverkleidung wie Hechtsuppe, dennoch wars da drin immer ein zwei Grad wärmer als draußen, was ich beim regelmäßigen Punsch holen aus der Hütte gegenüber immer wieder erstaunt feststellte.

Und abends dann: eine festliche Stimmung. Mit leichtem Schneefall, glitzernden Lichtern, Glühweingschwader.

Schön war das, da am See bei den Tutzingern, in der Hütte. Kalt aber schön. Für nächstes Jahr überleg ich aber besser lieber doppelt, ob das wirklich so gut ist für die Zehen, wenn sie abfrieren.