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TATEN TUN II

krambeutel auf dem Oktoberfest. Keine Angst mehr vor der Achterbahn. krambeutel Deine Wunschtasche München www.krambeutel.de

Eine richtige Vorhaben-für-2014-Liste wars ja nicht, sondern eher eine Art Wunschzettel mit Unternehmungen drauf, die ich schon immer mal tun wollte. Vor knapp zwei Monaten schrieb ich davon, Dinge umzusetzen, die man sich vornimmt. Und heute geht es um das gleiche Thema. Denn es ist wieder etwas geschafft, das ich seit Jahren vor mir herschiebe: Achterbahn fahren.

Ein Oktoberfest-Fan war ich noch nie. Als Kind vielleicht, aber es könnte auch sein, dass mir schon damals die Menschenmassen dort zu viel waren. Letztes Jahr habe ich die Gemütlichkeit der Oidn Wiesn (für nicht-Kenner: Ein abgetrennter Teil des Oktoberfestes, das den historischen Fahrgeschäften/Buden/Zelten gewidmet ist. Man muss einen kleinen Eintritt zahlen und vermutlich schon deswegen geht’s da nicht halb so irre zu wie auf der großen Wiesn.) für mich entdeckt. Die Karusselle wirbeln aushaltbar, die Besucher trampeln sich nicht ganz so vehement auf den Zehen rum und außerdem gibt’s da ein kleines Zelt (klein bedeutet in dem Fall: 1500 Plätze), in dem täglich mindestens zwei Bands spielen, von denen keine schlechte Musik macht. Bayrisch, gemütlich, oft Blasmusik, aber nie altbacken und vor allem keine Wiesnhits und Anstoßparolen. Dort in diesem Zelt hatte ich den besten, spassigsten, wahnsinnigsten letzten Wiesnsonntag seit jeher.

krambeutel auf dem Oktoberfest. Keine Angst mehr vor der Achterbahn. krambeutel Deine Wunschtasche München www.krambeutel.deDas lag aber vielleicht auch daran, dass das ganze lange Wochenende ein äußerst vergnügliches war, mit zwar nicht so arg viel Schlaf, dafür aber vielen guten Menschen  an den richtigen Orten. Und gutes Wetter. Und: Achterbahnen. Das Vorhaben war: Alpina Bahn, Wilde Maus, Olympia Looping. Die erste Alpina-Fahrt noch etwas zittrig, bei der zweiten schon gelangweilt. Aus der Wilden Maus blaue Flecken und die Erkenntnis, dass es total albern ist, daraus ein Höhenangst-Theater zu machen, herausgetragen. Beim Olympia-Looping schrie ich wohl beim ersten Überschlag, wie viel Spass das macht, und beim zweiten, dass ich sofort noch einmal fahren will.
Als Dreingabe setzten wir uns noch in den “Alex Airport”, ein Kettenkarussell, das 55 m nach oben fährt, sich da ein bisschen dreht und dann wieder unten landet. An eine Fahrt damit vor fünf Jahren erinnerte ich mich mit Horror, dieses mal war es kurz kitzelig, aber hauptsächlich schnell vorbei. Also auch nicht so der Brüller.

Und da dieser ganze Angstüberwindungsprozess offenbar guten Fortschritt nimmt, bin ich gestern gleich mal noch auf den höchsten Kirchturm der Welt gestiegen, dem Westturm des Ulmer Münsters. Zwar nicht bis ganz ganz hoch, aber zumindest bis fast ganz hoch, und das war schon ein Punkt, zu dem ich vor ein paar Monaten nur mir Gezeter und Geschrei gelangt wäre. Der eigentliche Grund für den Ausflug nach Ulm waren die Ausstellungen im hfg-Archiv, die schwer empfehlenswert sind.  Die hfg – Hochschule für Gestaltung – wurde u.a. vom Bauhaus-Schüler Max Bill mitbegründet und stand in Konsequenz der Bauhaus-Philosophie.  Campus- und Innenarchitektur sind für Fans von Sichtbeton und Holz eine Augenweide.

Und da die nächsten Monate riesige Arbeitsberge drohen, steht diese Woche noch eine kleine Abschluss-Fahrrad-Tour an. In den Süden. Richtung Berge.