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Was ich mir vom Februar wünsche

Hey, das klappt gut! Dass Listen abarbeiten einfacher ist, als keine Listen abarbeiten, das war eh schon immer klar. Aber dass das auch mit Wunschlisten, also quasi den guten Dingen, die zu tun sind, auch der Fall ist, das ist mir neu. Ich tat mich immer schwer damit, Auszeiten zu nehmen, einfach Arbeit da liegen zu lassen, wo sie liegt, auch wenn sie nicht fertig (oder vielleicht noch gar nicht angefangen) ist.

Hier ist die Januar-Bilanz: Die Bergtour mit Schnee fiel auf den Dreikönigstag und führte uns zum Fockenstein, von wo ich auch schon als letzte Tour 2015 auf den Tegernsee schaute. Damals aber von der anderen, waldigen Seite und diesmal auf rutschigem Forstweg mit Almpause, Schorle und Kachelofen. Dank des relativ hohen Nähpensums im Januar war genug Zeit, Hörbücher zu hören und das Taschentagebuch zu füllen. Die Yogazeit vor dem Schlafengehen ist schon fast Routine und gerade noch rechtzeitig im Januar – zum letzten Wochenende des Monats – standen selbst gemachte Falafel auf dem Speiseplan. Am Frittieren (man will ja immer nicht solche Unmengen Öl verwenden) muss ich noch arbeiten, aber dieses eh-schon-immer-Lieblingsgericht schreit nach Wiederholung.

Der erste Versuch, Falafel selbst zu machen: geglückt!

Nahtlos schlittert das Beutelversum in den 2. Monat des Jahres 2016 (in der Hoffnung, nicht noch einmal tatsächlich so zu schlittern wie vorletzte Woche, als es plötzlich doch noch weißer Stadtwinter wurde).

Große Vorfreude herrscht seit Monaten auf den 16., wo The Tallest Man on Earth in der Muffathalle singen wird. Vor Jahren war ich mal in Hamburg auf einem Konzert des Schweden und seitdem ist er Dauergast auf meiner mobilen Musikliste.

Apropos Musik: Mehr Musik! Unbedingt mehr Musik! Und zwar selbst gemachte! Die Zeiten, als ich regelmäßig (mehr oder weniger) Klaviertasten drückte, sind sehr sehr lange vorbei, und da Klaviere ja nicht so ganz einfach immer mit umziehen, und man auf Nähmaschinen schlecht Klaviermusik machen kann, haben die Finger das Musikmachen verlernt. ABER: Fast jeden Arbeitstag verbringe ich mit einem Klavier, das nur zwei Schallschutztüren von mir entfernt ist. Warum das nicht regelmäßig benutzen?

Im Januar habe ich einen schönen halben Tag in der Kunsthalle bei Jean Paul Gaultier und seinen Kreationen verbracht, die Ausstellung, die ich mir für Februar ausgesucht habe, beschäftigt sich im Stadtmuseum mit Damenmode der 1930er Jahre: “Gretchen mags mondän”. Während der Zeit in der Modeschule waren die Ausstellungen in der Modeabteilung des Stadtmuseums eine geliebte Pflicht! Wer kommt mit?

Doch leider war in den letzten Monaten die Freizeit an Wochenenden etwas rarer als sonst, aber das könnte jetzt bald ein Ende haben. Offiziell in der Autorenliste findet sich mein Name schon – und bald auch auf einem Text zwischen zwei Buchdeckeln. Im Februar wird dieser meinen Computer (und den meiner Co-Autorin) verlassen und in die Hände von Schlusskorrektoren und Layoutern gelegt. Hui, spannend!

Um für Nähen, Schreiben, Klavier spielen und das ganze andere Zeug einen geraden Rücken zu behalten, schnürte ich kurz vor Weihnachten nach einer gefühlten Ewigkeit die Laufschuhe wieder. Und weils mit konkreten Zielen schöner ist, war der Gedanke, bis Ende Februar 10 km durchlaufen zu können, ein sehr verlockender. Jetzt stand die 10 einfach schon Ende Januar da. Auch gut. Ich wünsche mir Zeit für einen langen Lauf jede Woche. Gerne zweistellig und gerne so locker flockig wie diese 10,4 am Nymphenburger Schlosskanal!