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Neues aus dem Beutelversum: Seilsack aus Segel

“Seil” und “Segel” passt ja irgendwie ganz gut zusammen. Bei Segeln hat das Seil einige Namen und soweit ich mich an meine kurze und schmerzhafte Segel-Karriere (“Karriere” ist eine uferlose Übertreibung) erinnere, muss man sich beim Segeln wie beim Klettern mit Knoten auskennen.

Klettern ist da einfacher gestrickt. Das Seil nennen wir Seil und an sich reicht ein Knoten, um ausreichend sicher am Kletterpartner zu hängen. Was das Klettern auch ein wenig leichter macht als das Segeln, ist: Man braucht kein Boot und keinen See. Kletterhallen haben wir in der Stadt einige, und damit sind wir unabhängig von Wetter und Welle allzeit kletterbereit. Das Einzige, was ein bisschen Schlepperei erfordert, ist unser (mit dem Klettergurt) wichtigstes Kletterutensil: Das Seil. Es ist 50 Meter lang und auch schön ordentlich aufgewickelt größer und schwerer als ein frisches Baby. Es ist eine schwer zu bändigende dünne Schlange, wenn es sich einmal ordentlich verknotet und verdrallert, müssen mehrere Menschen dafür arbeiten, es wieder funktionsfähig zu machen. Beim Klettern schluckert es irgendwo zwischen den Beinen des Sichernden herum und in der Halle muss man seine 50 Meter zusammen halten, um aus dem Seil nicht eine Stolperfalle für andere Kletterer zu machen.

Kurz: sehr gut beraten ist der Kletterer, der einen ordentlichen Seilsack besitzt, in dem das Seil knotenfrei aufgeräumt ist! Da hier die Frau mit der Wunschtaschenmanufaktur am einen Ende der 50 Meter hängt, stand außer Frage, dass zum neuen Seil kein neuer Sack gekauft, sondern gekrambeutelt wird! Aus einem festen, wasserabweisenden Material sollte er sein, auf dem Fahrrad muss er auf den Rücken passen, beim Klettern neben dem Seil auch Schuhe, Wasserflasche und anderen Kleinkram aufräumen.

Das Seil liegt beim Klettern auf einer 120×120 cm großen Plane, im Seilsack-Deckel sind Sicherungsgeräte und der restliche Kram gut verstaut. Beim Outdoor-Klettern funktioniert das Ganze auch als Picknickdecke oder kann an einen Karabiner geschnallt in einem Baum aufgehängt werden. Zusammengeräumt ist der Sack kompakt (45 cm hoch, 25 cm breit, ca 20 cm tief) und schnell sowohl im Kletterhallenspind als auch im Fahrradkorb verstaut.

 

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